Diesen Urlaub werden wir nie vergessen! Grundsätzlich ist dieses Land sehr schön und es sollte jeder mal gesehen haben. Als wir mit Freunden im Jahr 2000 dort waren,tobte gerade über Madagaskar und Mosambik ein Zyklon, wovon wir die Ausläufer auch noch zu spüren bekamen.Wir machten mit einem Toyota - Venture eine Rundreise, die uns zu 8 Stationen führen sollte, aus der aber nur 5 wurden.

Diese Tour wurde von Christa und Dietmar geplant, das Reisebüro Iwanowski in Dormagen (der Südafrika-Spezialist) hat unsere Wünsche realisiert und Unterkünfte gebucht und dazu eine erstklassige Routenbeschreibung erstellt.

Irgendwie hatten wir Glück im Unglück, weil wir schneller waren als die Schlechtwetterfront. In den deutschsprachigen Zeitungen erfuhren wir immer am nächsten Tag, dass dort, wo wir am Vortag waren, große Überschwemmungen das Gebiet heimsuchten. Die Schäden waren sehr groß.

Nur am Sossusvlei, einem unserer Höhepunkte der Reise erwischte es uns arg.

Unsere Lodge lag ca. 300m von den berühmten roten Wanderdünen entfernt. Dort aßen wir am Abend noch ein Straußenfilet und gingen nach einer guten Flasche Wein zu Bett. In der Nacht wachten wir durch merkwürdige Geräusche auf. Es war sternenklar und fast Vollmond, so dass wir erkennen konnten, in welcher Situation wir waren. Die kleine Anhöhe, auf die unsere Lodge gebaut war, wurde vom reißenden Wasser teilweise abgetragen und weggespült. Wir sahen einen 300m breiten Strom zwischen uns und den Wanderdünen, wo am Vortag alles knochentrocken und versandet war.

Das erste Mal in unserem Leben bekamen wir das Gefühl von Todesangst. Wir waren von der Außenwelt abgeschnitten und die Telefonleitungen waren auch zerstört. Handy= Funkloch. Wir hätten alle unsere Ersparnisse und unser Haus gegeben, wenn wir nur einen Hubschrauber bestellen könnten, aber das war nur Träumerei. Zum Glück blieb der Wasserstand 20 m vor unserer Hütte stabil und stieg nicht weiter. Am nächsten Morgen war das meiste Wasser abgeflossen, so dass wir keine Fotos vom tatsächlichen Höchststand machen konnten. Nur an den nassen Bäumen konnte man teilweise noch den Scheitelpunkt erkennen. Wie stark die Zerstörung war, zeigte aber die Tatsache, das wir erst 1 Tag später evakuiert werden konnten. Die Wasserleitungen und Pumpen waren auch zerstört, das Wasser für die Toilettenspülung wurde dem Swimmingpool entnommen. Der ganze Schlammassel war entstanden, weil irgendwo im Hinterland ein Staudamm geöffnet wurde, damit er nicht brach. Laut der “Allgemeinen Zeitung” in Windhoek war weiterer Regen vorausgesagt. Der Omatako-Damm und der Oanob-Damm waren auch bereits übergelaufen.

Auf der weiteren Tour mussten wir mit unserem Auto noch 5 mal durch Flüsse gezogen werden, wo sonst keine sind.

Irgendwo kurz vorm Fish River Canyon blieben wir wieder im Wasser stecken, und sahen uns dort im Freien schon übernachten. Weit und breit keine Hilfe in Sicht, bis dann aus heiterem Himmel ein farbiger Einheimischer mit einem Fahrrad kam. Wir wissen bis heute nicht, was er dort zu tun hatte, er war jedenfalls unsere Rettung. Wir gaben in unserer Not ein fürstliches Trinkgeld (ca. 1-2 Monatslöhne).

Nach einer halben Stunde war Rettung da, ein Farmer mit einem Allrad der uns gleich zu sich nach Hause einlud. Wegen unserer festen Route konnten wir das aber leider nicht annehmen. Durch diese Wettereinflüsse verzichteten wir auf den Fish River Canyon, das Damaraland und die Etosha-Pfanne. Großwild hätten wir da nicht viel gesehen, weil es durch die Regenfälle genug Wasserlöcher gab.

Dafür blieben wir statt 2 Tagen dann 6 Tage in Swakopmund.

Was wir aber von diesem Land gesehen haben, war alles schön und ist noch einmal eine Reise wert. Die einzelnen Stationen könnt Ihr nun auf den weiteren Seiten abrufen. Tagsüber war das Wetter immer gut zum Fotografieren.

 

Namibia - fast ertrunken in der Wüste.

Swakopmund
Seeheim
Farm Namtip
Windhoek
Sossusvlei

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Schnellzugriff der einzelnen Stationen über die oberen Fotos

Windhoek

Seeheim

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   update: Dez. 2009

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